David Byrne

“Das PPP ist eine super spannende Möglichkeit, eine andere Kultur kennenzulernen, dort Berufs- sowie Universitätserfahrung zu sammeln, Freundschaften fürs Leben zu schließen und Teil der großen PPP-Alumni-Familie zu werden”
  • 41. PPP
  • Livingston, Alabama
  • University of West Alabama
  • CIP bei Rep.Thompson
  • Erzieher

PPP & Gewerkschaften: Perspektiven aus den USA | Part 2

Zwischen Campusleben und Klassenzimmer: David Byrne über seinen Weg durch das PPP

Ein kleiner Ort im Süden der USA, eine Universität mit wenigen tausend Studierenden, kurze Wege und schnell vertraute Gesichter. Für David Byrne beginnt das PPP nicht im politischen Zentrum, sondern in einer eng vernetzten Campus-Community in Alabama.

Der Weg ins PPP

Der 27-Jährige arbeitet als Erzieher bei der Landeshauptstadt München und engagiert sich seit mehreren Jahren gewerkschaftlich bei ver.di. Wie auch andere Teilnehmende wurde er eher zufällig auf das PPP aufmerksam, über eine Rundmail innerhalb der Gewerkschaft.

„Irgendeine dieser Random E-Mails war dann so: Hast du schon mal vom PPP gehört?“, erinnert er sich.

Für ihn war sofort klar, dass er sich bewerben möchte. Ein Auslandsjahr habe er sich schon länger gewünscht, gleichzeitig interessierte ihn der internationale Austausch, besonders vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen.

Go Tigers! David beim Footballspiel seines Colleges

Leben auf dem Campus

Sein Austauschjahr verbrachte David an der University of West Alabama und lebte im Studentenwohnheim.

„Das ist wie so eine kleine Familie“, beschreibt er das Leben auf dem Campus.

Sein Alltag war vielseitig. Im ersten Halbjahr belegte er Kurse im Bereich Lehramt, im zweiten übernahm er Tätigkeiten als Vertretungslehrer in Schulen vor Ort.

Hinzu kamen ehrenamtliche Aktivitäten und verschiedene kleinere Jobs. Diese Mischung aus Studium, Arbeit und Engagement ermöglichte ihm, unterschiedliche Bereiche des amerikanischen Alltags kennenzulernen.

Bildung und Arbeitswelt im Vergleich

Besonders prägend waren für ihn die Einblicke in das Bildungssystem. Anders als in Deutschland besuchen viele Schülerinnen und Schüler in den USA gemeinsam die High School, unabhängig von ihrem Leistungsniveau. Gleichzeitig gibt es bereits früh Möglichkeiten zur Spezialisierung, etwa in beruflichen Bereichen innerhalb der Schule.

Auch die Voraussetzungen für den Einstieg ins Berufsleben unterscheiden sich deutlich. In vielen Fällen wird ein Hochschulabschluss erwartet, während berufliche Ausbildungen eine geringere Rolle spielen.

Diese Struktur wirkt sich auch auf individuelle Chancen aus, etwa bei der Jobsuche, die David als herausfordernd erlebt hat.

David während seines Praktikums “on the Hill”

Austausch und Perspektivwechsel

Neben Studium und Arbeit nahm David ebenfalls am Congressional Internship Program teil und konnte damit auch politische Einblicke gewinnen.

Mindestens genauso prägend war für ihn jedoch der Alltag vor Ort. Besonders die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen im Süden der USA habe ihn überrascht. Gespräche mit fremden Personen, echtes Interesse und eine ausgeprägte Gastfreundschaft wurden für ihn schnell selbstverständlich.

Ein zentrales Learning für ihn war, eigene Vorannahmen zu hinterfragen. „Viele Dinge, die man vorher nicht verstanden hat, konnte ich danach viel besser nachvollziehen.“

Durch den direkten Austausch mit Menschen vor Ort habe er gesellschaftliche und politische Zusammenhänge besser nachvollziehen können.

Was bleibt

Diese Perspektiven nimmt David auch in sein gewerkschaftliches Engagement mit zurück. Internationale Erfahrungen helfen ihm, Diskussionen differenzierter zu führen und unterschiedliche Sichtweisen besser einzuordnen.

Für ihn wird deutlich, dass Programme wie das PPP mehr leisten als nur kulturellen Austausch. Sie fördern Verständnis und bauen Verbindungen zwischen unterschiedlichen Lebensrealitäten.

Auch das Netzwerk spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Kontakte aus dem Programm bleiben bestehen und bilden eine Grundlage für weiteren Austausch.

Sein Fazit. „Ich kann das PPP auf jeden Fall empfehlen.“

Ein Jahr, das nicht nur neue Eindrücke hinterlässt, sondern den eigenen Blick auf die Welt langfristig verändert.

Auch Oliver Jünemann berichtet, wie ihn das PPP geprägt hat und welche Rolle Arbeitswelt und Gewerkschaften dabei spielen.

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